Pressespiegel

Die Demokratie leidet unter Long-Covid

Außerdem finden Sie hier mehr zum Artikel:


Menschenrechte zur Zeit der Corona-Pandemie

Die Gelegenheiten für Vorträge sind rar geworden. Zum Glück gibt es die Möglichkeit auf Online-Formate auszuweichen. Am 4. Mai kamen so 7 Menschen aus dem Dekanat per Zoom zusammen um den Soziologen Sérgio Rios Carrillo aus Nicaragua zum Thema Menschenrechte zu hören. Seit 2017 arbeitet Sérgio Rios Carrillo als Menschenrechtsreferent bei Mission EineWelt im Referat Entwicklung und Politik in Nürnberg.

Durch die Corona-Krise haben sich die Lebensbedingungen und die Menschenrechtslage weltweit verschlechtert, so auch in Mittelamerika. Die Erkrankung vieler Menschen, Todesfälle und unzureichende Gesundheitsversorgung verstärken bestehende Ungleichheit, Diskriminierung und Unterdrückung. Die Inzidenzzahlen zu Covid 19 sind oft niedrig, weil Erkrankungen nicht korrekt erfasst werden. Der Regierung in Nicaragua ist die Wirtschaft, ihr Image für Handel und Tourismus, im Moment wichtiger als das Wohlergehen der Bevölkerung. Doch wenn Regierungen aus wirtschaftlichen Gründen die Pandemie unter den Teppich kehren, tun dort Institutionen der Zivilgesellschaft ihr Bestes um die Menschen aufzuklären. Die Katholische Kirche und verschiedene andere Initiativen informieren die Menschen, wie sie sich schützen können.

Am Ende des kurzen Vortrags gab es genug Zeit um Fragen zu stellen. Ein lebendiges Gespräch entstand, in dem es um die Bedeutung des Fairen Handels zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in Mittelamerika und internationale Interessen anderer Länder ging. Dabei wurde deutlich, dass sich besonders ChristInnen für ein verantwortliches Miteinander einsetzen, auch wenn ihre Initiativen eher lokal und in ländlichen Regionen verortet sind.

von Frau Pfarrerin Schuster, Vorstandsmitglied des EBW-Freising